Kunst am Bau, Schreinerei Ambrosch
Der nachfolgende Text ist 1998 zu dieser Arbeit entstanden.
"Farben lösen Lust, Unlust, Trauer und Freude aus. Sie wirken symbolisch, bezeichnend, stellvertretend, analog oder autonom. Die Unterschiede entstehen aufgrund der phänomenalen Eigenart, der individuellen Erlebbarkeit, geographisch bedingten Voraussetzungen, kulturellen Strukturen, geschlechts- und altersspezifischen Konventionen. Farbe ist der Stoff des Sinnlichen, der Empfindung..." (Prof. Peter Jenny, Farbhunger, 1994)
Das Farbkonzept entstand aus der Idee, an einem Ort kunstfarbliche Veränderungen vorzunehmen, wo sie nicht erwartet werden. Maschinen, die zu alltäglichen Werkzeugen wurden, so darzustellen, dass sie bedrohlich, sanft oder sinnlich wirken und trotzdem die Funktionen durch diese Veränderungen nie verlieren können.
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Die drei markantesten Eingangs- und Durchgangsbereiche den drei Grundfarben gelb, rot, blau zugeordnet, ergeben drei neue Ebenen der Wahrnehmung.
Der grosse Eingangsbereich dominiert durch die Farbe gelb, der Eingangsbereich neben dem Garagentor durch die Farbe blau und der Aus- und Eingang zur Werkhalle im hinteren Bereich durch die Farbe rot. Die Farbe der Absaugrohre steht in Bezug zu den farbigen Maschinenteilen. Sie tragen dieselbe Farbe und ermöglichen uns, den Farbrhythmus zu erkennen. Die länglichen, horizontal liegenden Maschinenteile begrenzen den Blick nach links und nach rechts und erzielen eine Balance im Farbrhythmus und in den Farbproportionen.
Die Idee dieser Arbeit bildet einen fliessenden Übergang zu meinem bisherigen Schaffen. In meinen Bildern beschränke ich mich auf die Verwendung der drei Grundfarben rot, gelb, blau. Der Bildaufbau entsteht schichtweise und begrenzt sich in der Formgebung auf rechteckige Flächen, denen ich die sogenannten Nichtfarben schwarz, weiss und grau als rahmende Ordnungsfaktoren zustelle, die die Farbflächen eindeutig voneinander abgrenzen.
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