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Kunst am Bau, Hypo Bank Vorarlberg

Der nachfolgende Text ist nach Abschluss dieser Arbeit 1998 entstanden.

Die S-förmige Wand war die Ausgangslage und die eigentliche Herausforderung dieser Arbeit. Zentral, auf der Verlängerung des Eingangsbereiches, zentral gelegen und doch eine sanfte, sich abwendende Raumbegrenzung. Unmittelbar davor ein Arbeitsplatz mit einer schwenkbaren Trennwand. Meine Aufgabenstellung bestand nun darin, die S-förmige Wand als solche in ihrer Wirkung bestehen zu lassen, sie nicht zu begradigen, ihre Bewegung nicht zu unterbrechen sondern ihr Nachhaltigkeit zu gewähren. Den Arbeitsplatz im Vordergrund einzubeziehen, ihn nicht der nötigen Präsenz zu entmachten. Trotzdem durfte das Werk nicht zerschnitten wirken, durch die im Vordergrund stehende Trennwand, sondern eine nachvollziehbare Rhythmik suggerieren. Um die S-förmige Wand am deutlichsten in ihrer eigentümlichen Weise zu belassen und eine für den Betrachter erkennbare Rhythmik in die Arbeit fliessen zu lassen, trotz der vorgestellten Trennwand, die das Werk im unteren Teil abdeckt, entschied ich mich eine meiner letztjährigen Arbeiten in 100 beziehungsweise in 25 x 4 Teile zu zerlegen.

Ich befand mich zu dieser Zeit in einem Umbruch. Meine Arbeitsweise schien sich zu verändern, die Grundfarben lösten sich aus meinem konzeptuell orientierten Arbeitsfeld und wurden durch die Nichtfarben grau, schwarz und weiss ersetzt. Was zuvor die knalligen Farben rot, gelb, blau ausmachten, wich den ruhenden Nichtfarben. Die Idee bestand nun darin die Arbeit aus dem Jahre 1997 weiter zu entwickeln, da einerseits den oben erwähnten Kriterien der baulich vorgefundenen Situation Rechnung getragen werden musste, andererseits die neue Thematik in der Arbeit erkennbar werden sollte.

Eine Arbeit, vor einer Umorientierung, einem Umbruch, Raum verschafft, Leerräume geschaffen zu haben, so eine klare Gliederung zu erzielen, gruppiert, Zusammengehörigkeit und Rhythmus suggeriert, Korrespondenz geschaffen zu haben und zwei, auf der Reduktion beruhende Grundideen, die unterschiedlich erscheinen, zusammenzufügen ist bei dieser Arbeit gelungen.

 

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